Hilfe bei Schmerzen (Kopf-, Zahn- und Gelenkschmerzen)

Gerade wenn wir vielen Stressfaktoren ausgesetzt sind, reagiert unser Körper häufig mit Schmerzen. Schmerzen sind aber auch ein Alarmsignal unseres Körpers. Sie können auf eine ernste Erkrankung hinweisen oder eine spezielle Behandlung nötig machen. Sprechen Sie bei länger anhaltenden Schmerzen daher immer mit Ihrem Arzt oder mit uns in der Apotheke.

Grundsätzlich gilt: Unterschiedliche Schmerzen erfordern unterschiedliche Schmerzmittel. Umfragen haben gezeigt, dass viele Menschen immer zum gleichen Medikament greifen. Das kann aber dazu führen, dass sie das falsche Medikament einnehmen und die Wirkung eingeschränkt ist oder gar nicht eintritt. Sagen Sie uns daher, für welche Schmerzen Sie Schmerzmittel benötigen, damit wir Sie gut beraten können.

Für einen ersten Überblick, welche Wirkstoffe zu welchen Beschwerden passen, haben wir eine kleine Übersicht zusammengestellt:

  • Zahnschmerzen:

    In diesem Fall ist das unter den Deutschen besonders beliebte Ibuprofen meist das Mittel der Wahl. Gemeinsam mit dem Wirkbeschleuniger Lysin hilft es schnell gegen Entzündungen und Schmerzen und kann z. B. am Wochenende oder nachts die Zeit bis zu einem Zahnarztbesuch überbrücken. Im Notfall sind auch höhere Dosen bis zu 600 mg erlaubt – täglich jedoch nicht mehr als 2.400 mg.

    Vorsicht bei der Kombination mit Acetylsalicylsäure (ASS)! Der blutverdünnende Wirkstoff greift wie Ibuprofen die Magenschleimhaut an und kann bei der Zahnbehandlung starke Blutungen auslösen.

    💡 Unser Tipp: Alternativ können Sie auch eine Gewürznelke kauen. Legen Sie dazu die Nelke auf den schmerzenden Zahn und beißen kräftig drauf. Die Inhaltsstoffe wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend.

  • Gelenk- und Rückenschmerzen:
    Verletzungen und Entzündungen durch rheumatische Beschwerden, Fehlhaltungen oder Arthrose lassen sich gut mit entzündungshemmenden Mitteln wie Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen behandeln. Sie sind als Tabletten und lokal wirksame Salben/Cremes verfügbar. Gleichzeitig helfen oft auch moderate Bewegung sowie eine gute Physiotherapie, um eventuelle Schon- und Fehlhaltungen zu vermeiden.
  • Regelschmerzen:

    Leiden Sie jeden Monat wieder unter den gleichen krampfartigen Schmerzen im Unterbauch? Sie sind damit nicht allein – etwa jede zwölfte Frau nimmt während der Menstruation rezeptfreie Schmerzmittel. Ibuprofen und Naproxen sowie krampflösende Mittel können die Beschwerden verringern. Aber auch eine Wärmflasche kann bereits für Linderung sorgen. Bei starken Schmerzen sollten Sie jedoch Ihren Gynäkologen aufsuchen.

  • Kopfschmerzen:

    Ein Hämmern, Brummen oder Stechen im Kopf, einseitig oder beidseitig, kann das Leben zur Hölle machen. Ob klassischer Spannungskopfschmerz oder die meist nur einseitig auftretende Migräne – beide Schmerzvarianten lassen sich gut mit ASS, Paracetamol oder Ibuprofen, oft in Kombination mit Koffein, behandeln. Gegen Migräne helfen zusätzlich noch Naproxen sowie in schweren Fällen Triptane, die jedoch nur bei diagnostizierter Migräne eingesetzt werden sollten.