Corona-Impfstoffe:
Ein schneller Überblick

Corona-Impfstoffe im Überblick Mai 2021
Um in unserem Alltag wieder zu mehr Normalität zurückkehren zu können, ist die Impfung ein wichtiger Schritt. Doch welche Impfstoffe gegen das Coronavirus gibt es aktuell? Wie unterscheiden sich die einzelnen Impfstoffe und mit welchen Nebenwirkungen ist möglicherweise zu rechnen? Hier eine kurze Zusammenfassung zum Stand im Mai 2021:

BioNTech/Pfizer und Moderna – die mRNA-Impfstoffe

Zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 wurden zwei Impfstoffe von der Europäischen Impfkommission zugelassen: Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer, entwickelt in Deutschland sowie der des US-Unternehmens Moderna. Beides sind so genannte mRNA-Impfstoffe. Doch was bedeutet das?

Wie wirken mRNA-Impfstoffe? Während bei sonstigen Impfungen ganze Viren oder Virenreste verabreicht werden, enthalten die neuartigen mRNA-Impfstoffe nur den Bauplan für ein Merkmal des Virus. „m“ steht dabei für das englische „Messenger“ (= Bote), „RNA“ für Ribonukleinsäure. Das Ziel: Der Körper soll bestimmte Substanzen, hier das sogenannte „Spike-Protein“, selbst herstellen. Das Immunsystem erkennt diese Fremdeiweiße und bildet dazu passende Antikörper. Die schützende Immunantwort entsteht.

Wie gut wirken BioNTech und Moderna? Die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, ist mit einem mRNA-Impfstoff um etwa 95 % geringer als ohne Impfung. Voraussetzung: eine zweimalige Impfung im Abstand von sechs Wochen. Der vollständige Schutz tritt 7 bis 14 Tage nach der 2. Impfung ein.

Welche Nebenwirkungen können auftreten? Die meisten zeigen keine oder nur sehr milde Beschwerden. Typische Reaktionen können Schmerzen an der Einstichstelle sein oder Kopf- und Gelenkschmerzen, zuweilen auch Fieber oder Schüttelfrost. Dies zeigt, dass das Immunsystem auf den Impfstoff reagiert und wie erwünscht seine Arbeit aufnimmt. Nach wenigen Tagen klingen diese Reaktionen meist komplett  ab.

AstraZeneca – der Vektorimpfstoff

Der dritte, Ende Januar 2021 zugelassene Impfstoff stammt vom britisch-schwedischen Hersteller AstraZeneca. Dieser sogenannte Vektorimpfstoff basiert auf einem anderen Wirkprinzip.

Wie wirken Vektorimpfstoffe? Auch sie schleusen einen Bauplan für das Virus in die Zelle ein, damit der Körper das Antigen selbst produziert. Im Gegensatz zu mRNA-Impfstoffen werden bei der Impfung mit AstraZeneca „umgebaute“ Coronaviren in den Körper geschleust, die in Struktur und Aufbau den Corona-Viren ähneln. Diese Corona-Erbgutschnipsel „trainieren“ das menschliche Immunsystem in der Abwehr des Virus. Kommt ein geimpfter Mensch in Kontakt mit dem Covid-19-Erreger, ist die körpereigene Abwehr bereits sehr gut darauf vorbereitet.

Wie gut wirkt AstraZeneca? Nach Einhaltung eines 12-Wochen-Abstands zwischen den beiden erforderlichen Impfdosen ist mit einer Wirksamkeit von bis zu 80 % zu rechnen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten? Neben den allgemeinen Impf-Reaktionen wie schwache bis mäßige Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Schüttelfrost oder Fieber, wird aktuell untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen äußert seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen) in den Hirnvenen und dem Impfstoff AstraZeneca besteht. Da die bisher bekannten Fälle fast nur bei jüngeren Frauen aufgetreten sind, werden derzeit nur Menschen über 60 Jahre mit AstraZeneca geimpft.

Unsere Empfehlung:

Mit jedem dieser drei Impfstoffe sind Sie deutlich besser geschützt gegen eine Covid-19-Infektion als ohne Impfung. Erhalten Sie also ein Impfangebot, empfehlen wir Ihnen, es unbedingt anzunehmen.  Nicht nur zu Ihrem Schutz, sondern auch aus Verantwortung Ihren Mitmenschen gegenüber.

Und noch ein Tipp zum Weiterlesen:

Wer mehr über Corona-Impfstoffe wissen möchte, kann bei Quarks gut recherchierte Informationen finden.